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10.06.2009 | COMMUNITY DP-Kommentar: Apple verschreckt Pro-Kundschaft |  | Dass Apple gerne eigene Wege geht, ist keine Neuheit. Wie das Unternehmen in Cuppertino derzeit allerdings mit seinen Pro-Anwendern umgeht, ist schon ein starkes Stück. Bei aller Liebe zu iPhone und iTunes, sollte der Hersteller sich Sorgen um seine professionelle Anwenderschaft machen. Ein Kommentar von DP-Chefredakteur Matthias J. Lange.
Jüngstes Beispiel die World Wide Developer Conference vom vergangenen Montag. Auf der WWDC wurde das neue OS Snow Leopard angekündigt (endlich 64 Bit) und es wurden für den Profi die MacBook Pro-Linie erneuert. Die Maschinen sind schneller und grüner geworden. Sie haben das neue Batteriesystem, das 1000 Ladezyklen und bis zu sieben Stunden Batteriebetrieb zulässt. Am Rande erwähnt Phil Schiller nur, dass der ExpressCard/34 Steckplatz nur noch beim 17 Zoll MacBook Pro enthalten ist.
Das aufgemotzte MacBook (Pro) 13 Zoll und der Klassiker MacBook Pro 15 Zoll haben keine Slot mehr, dafür gibt es einen SD-Kartenleser. Den Peripherieherstellern wie AJA, Sonnet und LaCie sind wohl am Montag das Herz stehen geblieben.
Sonnet setzt mit Fusion 2 auf den ExpressCard/34-Steckplatz. Die erste Antwort von Sonnet gegenüber DP: „E/34 cards are used mainly by professionals. Professional users will buy 17" MacBook Pros.“ Der Slot war perfekt für Zusatzgeräte wie eSATA- oder Solid-State-Festplatten und RAIDS. AJA ist gerade auf Tour und stellt sein KI Pro, einen sehr interessanten Video Disk Recorder, vor. Apple kritisieren will keiner der Partner. Die schlechte Laune ist aber anzumerken.
Alle Partner von Apple loben immer die gute Zusammenarbeit mit Cuppertino, doch dieses Mal hat Apple sich ein Eigentor geschossen. SD-Kartenleser sind im Profirechner ganz nett, aber den Workfow umzustellen wegen eines SD-Kartenlesers ist nicht ohne. Die Bilder von Kamera kann ich auch per USB einspielen. Der Profi hat das Kabel immer dabei. Da nutzt es auch nix, dass Apple FireWire 800 standardmäßig in seinen MacBook Pros verbaut. Meine ExpressCard/34-Peripherie liegt künftig teuer herum. Ich muss schauen, dass ich noch ein alten MacBook Pro mit ExpressCard/34 finde. Erinnern wir uns: ExpressCard/34 war auch mal so ein Sonderweg von Apple, von dem man jetzt scheinbar nichts mehr wissen will.
Matthias J. Lange, DP-Chefredakteur
(mjl)
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 KOMMENTARE - LESER SAGEN IHRE MEINUNG! Bisher abgegebene Kommentare: 10
| 10.06.2009 15:09:38 von Francesco Faranna:

Sehe ich ganz genau so. Irgendwie sind die Pro-Geräte garnicht mehr so pro.. Und die Standard-Reihe der Macbooks ist fast gleich ausgestattet und gleich schnell... Wenn man noch von einer Reihe sprechen kann... Ich werde mein "altes" MacBook Pro (von vor dem Facelifting) noch eine Weile behalten. Vielleicht werden sie ja im nächsten halben Jahr dann doch noch die Pro Reihe klar differenzieren - Meine Wunsch-Features für die MBPs: Quadcore CPUs, Blu-ray Laufwerk, E/34 Slot für 15" und vielleicht noch eine Quadro Mobil Grafikkarte... Man darf ja noch träumen... |  10.06.2009 15:11:28 von KlausBerlin:

Den Kommentar kann ich voll unterstützen. Zudem wird es nicht lange dauern, bis Apple seine Macbooks mit dem neuen USB 3.0-Standard anbietet. |  10.06.2009 21:02:11 von Marco:

Noch weniger kann ich verstehen, dass Apple momentan keine adäquate Display-Reihe für den Pro-Bereich anbietet. Ich würde ja gerne auch etwas mehr Geld für ein schönes Display ausgeben, aber so steht nun ein EIZO auf meinem Schreibtisch. |  10.06.2009 22:34:20 von Löpi:

Apple ist halt nicht Pro sondern Consumer orientiert. Es geht um die Masse - und die kauft kein Eizo sondern für die ist ein Apple Display schon High-End. Abgesehen davon gibt es in dem Bereich ja auch keinen Hersteller der sich neben EIZO etablieren kann oder es versucht. NEC ist die Zielgruppe wohl zu klein, und über einzelstücke wie Quato oder ähnlich brauch man ja nicht reden (Marktanteil unter 0,0001%). Aber zum Thema - warum ExpressCard weichen muss erschließt sich mir auch nicht - damit gibt es dann keine einzige Breitbandige Schnittstelle am MBP. |  11.06.2009 12:58:04 von 3D_Speed:

Apple sitzt übrigens in Cupertino - wer das nicht einmal schreiben kann, qualifiziert sich nicht gerade als Experte. Und dass es E34 nur noch im 17 Zoll Modell gibt, muss man Apple bei der Gestaltung seiner Produktpalette wohl zugestehen, Stichwort Produktdifferenzierung. Genau damit korrigieren sie ja ihren Marketing-Fehler, die MacBooks nicht mehr deutlich zwischen Pro und Consumer abzugrenzen, wie hier in den Kommentaren so richtig bemerkt wird. |  12.06.2009 10:57:30 von Francesco Faranna:

Sorry, aber Rechtschreibfehler mit IT-Kompetenz in Verbindung zu bringen finde ich wirklich unpassend... Das ist doch total voreingenommen und abwertend. Drastisch ausgedrückt: auch Legastheniker können IT Profis sein. Durch "wer das nicht einmal schreiben kann ..." Kommentare disqualifiziert man sich in der Regel bei öffentlichen Diskussionen.
Und MacBooks PRO sollen auch PRO sein - auch 15" Geräte. Sonst haben auch alle Produkte unter dem 17" MBP nicht wirklich den Zusatz PRO verdient. Sowohl Consumer als auch Pro Benutzer werden hier nur durch die Namen verwirrt. Man kann es jetzt auf die Benennung der Geräte schieben, oder auf die Ausstattungsmerkmale - irgend etwas ist hier jedenfalls schief gelaufen. Aber wie gesagt, ich vermute, es handelt sich hierbei nur um eine Übergangsphase - da kommt bestimmt im nächsten halben Jahr eine größere Veränderung. |  16.06.2009 08:17:01 von E.:

Mein Vetrauen in die Marke Apple ist nicht erst seit dem Consumer Hype um ipod und iphone erschüttert. Ich habe es satt, den Kauf eines neuen Books ständig um ein halbes Jahr zu verschieben, weil die Ausstattungsmerkmale schlecht durchdacht sind. |  16.06.2009 08:52:03 von H.:

Apple verkauft halt nur Produkte die auch ordentlich Margen abwerfen und aus diesem Grund suchen Sie schon länger einen Käufer für Ihren Schrott. Avid sollte vielleicht mal anklopfen und dann ab in die Tonne. Vielleicht kann man dann in Kürze als Cutter auch wieder Geld verdienen. |  16.06.2009 10:50:33 von Robert:

Naja, Apple muß immer nach der Masse der Käufer gehen und da sind die Photografen und Grafiker einfach mehr. Die brauchen den SD-Slot seit langen. Ausserdem wird SD immer besser. Viel Peinlicher ist es aber das viele Kameras keinen Firewire Anschluß haben, das wäre doch viel besser als die Karte um zu stöbseln. Jedenfalls am Laptop. Aber die Kritik an Apple hat schon auch Wert. FinalCut und Shake werden total vernachlässigt und die MacPros sowie die Server sind utopisch teuer. Zuletzt der wechsel im 64bit Coding war ein Schlag der viele Devolper hart getroffen hat. Auf der anderen Seite muß aber verstehen das Computer mit Leistung bald schon eine viel viel kleinere Käuferschicht haben. Ein iMac reicht doch für fast alle, außer man hat Vista drauf! |  16.06.2009 11:52:13 von Jonathan E.:

Ein amüsanter Beitrag über die „Zukunft von Apple“ und sicher ein weiteres Beispiel dafür, wie das Unternehmen es immer wieder schafft, den professionellen Anwendern ihrer Produkte den Mantel zu reichen. Amüsant deshalb, weil die Mitarbeiter unserer Firma nicht mehr von solchen Meldungen betroffen sind, denn sie haben bereits erfolgreich den Wechsel von Apple zu anderen Anbietern vollzogen und schauen nicht mehr zurück. Vorbei sind die Zeiten, wo ein Mac für Kreative unentbehrlich war. Apple hat das längst wahrgenommen und wirft nun alles auf einen Haufen, ohne in Fragen der jeweiligen Anwender zu differenzieren. Das Angebot an High-End-Grafikkarten für den Mac Pro war schon immer einer schlechter Scherz und die Situation hat sich nicht verbessert. Ruhe in Frieden, Apple. Es war einmal der Mac … | |
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