NAB: Digital Vision stellt Film Master 3.5 vor

Jüngste Version des Finishing-Systems schneller und mit intelligenteren Filtern und Effekten / Release-Termin noch offen

Die neue Version der Colour-Grading- und Finishing-Lösung Film Master wartet mit mehr Geschwindigkeit und neuen Effekten auf. Gegenüber der Vorversion sollen manche Effekte auf derselben Hardware um das 5-fache schneller laufen. Film Master 3.5 befindet sich im Moment allerdings noch im Betastadium – einen genauen Release-Termin gab Digital Vision auf der NAB noch nicht bekannt.

Film Master 3.5 wird einige neue Filter enthalten, unter anderem auch einen funktionierenden Schärfefilter: DVO-Sharpen macht sich die „Motion Estimation“-Technologie von Digital Vision zunutze und schärft Bilder ohne die bekannten Nebeneffekte. Es gibt keine Doppelkanten wie bei herkömmlichen Filtern und die Technik verhindert, dass Flächen mit Körnung geschärft werden, was bei Schärfefiltern anderer Programme häufig dazu führt, dass lediglich die Körnung verstärkt und das Bild damit nicht unbedingt besser wird.

Zusätzlich zum bereits vorhandenen DVO-Grain-Filter, der Körnung entfernt, gibt es jetzt den DVO-Regrain, der die Körnung wieder in das Bild einfügt. Damit lassen sich manche Stellen für leichteres Compositing zuerst entkörnen und anschließend wieder mit dem Originalkorn versehen. 3D-Grafiken lassen sich nahtlos in das Filmmaterial einfügen, indem man ihnen dieselbe Körnung verpasst.

DVO-fix ist ein kleines Painting-Modul. Dieser Effekt ermöglicht es, Dreck und Staub aus dem Bild zu entfernen. Durch die Analyse der 12 Bilder davor und 12 Bilder danach in Verbindung mit der hauseigenen Motion Estimation ist sichergestellt, dass der Effekt die fehlerhaften Stellen automatisch mit passendem Material übermalt.

DVO Brickwall entfernt Hochfrequenzstörungen im Bild, zum Beispiel Rauschen. Zusammen mit Degrain kann der Anwender das Material so optimal auf eine Kompression vorbereiten und Artefakte verhindern.

DVO-Alias müsste eigentlich DVO-Antialias heißen, denn genau darum handelt es sich hier: Einen Antialiasing-Filter, der leidige Störungen wie stufige und flirrende Kanten aus dem Bild entfernt.

DVO-Alias kann man auch als Modul in die Software CineVision von Sonic integrieren. CineVision ist eine Encoder-Software für die neuen HD-Video-Formate AVC, VC1 und MPEG-2. Durch die Kombination lässt sich ein optimales Ergebnis bei der Enkodierung erreichen, da DVO-Alias das Bildmaterial so aufbereitet, dass der Encoder seine Arbeit optimal verrichten kann.

Wie bisher wird Filmmaster als System angeboten. Auf Anfrage ist die Software allerdings auch ohne Hardware verfügbar, ihr Preis liegt zusammen mit dem Bedien-Panel bei etwa 120.000 US-Dollar.

Zusätzlich bietet Digital Vision in Zusammenarbeit mit einer großen Bank Filmmaster-Kunden eine Finanzierung des Systems an. Damit sollen auch kleinere Studios eine Chance erhalten, mit dieser Hardware zu arbeiten.

Ein weiteres Plug-In kündigte Digital Vision vorerst nur an. Es handelt sich dabei um ein Filmmaster-Plug-In für Photoshop, das sämtliche Funktionen der Filmmaster-Software in Photoshop zur Verfügung stellt. Damit kann jeder DoP oder Regisseur am Set bereits in Photoshop eine Vorkorrektur festlegen und die Presets dann direkt in Filmmaster importieren. Das Plug-In hat noch keinen Namen; Preis und Erscheinungsdatum sind ebenfalls noch unbekannt.

Weiterführende Links:

  • Digital Vision

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