NAB: Seminar hilft beim Podcasting

Ein gutes Beispiel für das umfangreiche Seminar- und Konferenzprogramm der NAB war der Workshop „Audio Podcasting Essentials“ von David Lawrence

Wer hätte gedacht, dass die am schnellsten wachsende Nutzergruppe von Podcasts Erwachsene ab 35 Jahre und Senioren sind? Menschen, die möglichst schnell an Informationen kommen möchten. Podcasts gibt es seit etwa drei Jahren, aber erst iTunes hat den Umgang damit so vereinfacht, dass aus ihnen inzwischen ein Massenphänomen wurde.

So widmete sich dann auch eine ganze Sektion des NAB-Konferenzprogramms, der „Podcasting Summit“, dem Thema. Unter dem martialischen Titel „Podcasting Boot Camp” begann die Reihe bereits am 13. April mit einem dreistündigen Seminar von David Lawrence.

Der Referent produziert jeden Tag eine dreistündige Radioshow, die er an mehrere Sender verkauft. Diese Show ist – werbefrei – als Podcast erhältlich. Zudem produziert David einen rund zehn Minuten langen Audio-Podcast, um den Verkauf seiner Show zu bewerben.

Die Produktion und Veröffentlichung eines Audiopodcast unterteilt er in fünf Schritte: Record, Encode, Tag, Post und Notify.

Lawrence nutzt für die Aufnahmen ein Crown CM 312 Headset mit Mikrofon, ein Sony MDR 7506 Headset, einen Symetrix 528 Voice Prozessor und ein Sennheiser HHB FlashMic. Das Besondere an diesem hochwertigen Mikrofon ist die Möglichkeit, über den eingebauten 1 GByte Flash Recorder direkt auf das Mikrofon aufzunehmen. Weitere Geräte, die er empfiehlt, sind das Beyer Dynamix MMX1 Mikrofon und die Edirol Interfaces UA25 und FW66. Für den Tonschnitt verweist er auf die kostenlose Audiosoftware “Audacity”.

Für das Encoding empfiehlt Lawrence, in MP3 zu konvertieren, auch wenn AAC stärker von Apple unterstützt wird und eine bessere Digital-Rights-Management-Funktionalität besitzt. Bei reiner Sprachaufnahme reichen 128 kbit/s, Lawrence selbst arbeitet aber mit 192 kbit/s. Beim Tagging versieht der Autor seinen Podcast mit der für die Veröffentlichung notwendigen Beschreibung und fügt die Metadaten wie etwa Titel und Rubrik hinzu.

Für das Posten – die Veröffentlichung – empfiehlt Lawrence unbedingt eine Blogging Software, etwa die Software von Yahoo oder auch WordPress. Aber es muss eine Blogging Software sein, weil sich nur so die Metadaten sinnvoll verwalten lassen. Im letzten Schritt, den Lawrence als Notify bezeichnet, gilt es die Benutzer zu benachrichtigen: Das Besondere am Podcasting ist ja, dass der Publisher die Information bereitstellt, die Aktion jedoch auf Seiten der Nutzer stattfindet, die Podcasts abonnieren und sie automatisch auf Ihren iPod oder die iTunes-Software geladen bekommen.

Weiterführende Links:

  • David Lawrence

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