Computerspiele-Markt wächst erstmals auf zwei Milliarden Euro

Verkäufe sind bereits im 1. Halbjahr auf zusammen 873 Millionen Euro gestiegen. Für das Gesamtjahr wird ein Plus von 21 Prozent erwartet.

Der Computerspiele-Markt ist im 1. Halbjahr 2007 stark gewachsen. Mit Konsolen, Konsolen-Spielen und PC-Spielen setzte die Branche insge-samt 873 Millionen Euro um – ein Plus von 29 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2006. Damals lagen die Umsätze erst bei 679 Millionen Euro. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mit, wenige Tage vor Beginn der Spielemesse Games Convention. Grundlage für die Angaben sind Erhebungen von GfK und Media Control für den BITKOM. „Der Spielemarkt hat inzwischen eine beachtliche Größe erreicht. Er ist heute ähnlich bedeutend wie etwa die Film- oder Musikindustrie“, sagte Manfred Gerdes, Mitglied des BITKOM-Präsidiums.

Nach den ersten sechs Monaten erwartet der BITKOM für das Gesamtjahr 2007 neue Rekorde bei Umsatz und Absatz. Mit dem Weihnachts-geschäft steht der Branche die nachfragestärkste Zeit des Jahres noch bevor. Nach BITKOM-Berechnungen klettert der Umsatz mit Konsolen, Konsolen-Spielen und PC-Spielen 2007 um 21 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro. 2006 lag der Wert noch bei 1,77 Milliarden Euro, 2005 bei 1,57 Milliarden. Damit wird im laufenden Jahr erstmals die Marke von 2 Milli-arden Euro erreicht. Wachstumstreiber sind vor allem Konsolen und Konsolen-Spiele. Der Umsatz mit PC-Spielen bleibt stabil.

Wie sich der Markt künftig weiter entwickeln könnte, zeigt die Studie „Digitale Spiele in Deutschland“. Sie wurde in der ersten Jahreshälfte gemeinsam von BITKOM und dem Beratungsunternehmen Ernst & Young erstellt. An Bedeutung gewinnen demnach Handheld-Spiele. Einen zweiten Schwerpunkt bilden neue Zielgruppen. Gerade Frauen und Ältere wurden in der Vergangenheit oft vernachlässigt. Das hat die Industrie erkannt. Moderne Spielkonzepte, bei denen es um Strategie und Emotionen geht, sind gerade bei Frauen sehr beliebt. Darüber hinaus entwickelt sich die Konkurrenz zwischen stationärem Einzelhandel und Online-Vertrieb zu einem zentralen Thema der Branche. Immer mehr Spiele werden als Downloads angeboten. Für einen weiteren Siegeszug dieses Vertriebswegs spricht die Verbreitung schneller Internet-Anschlüsse. In Deutschland verfügt inzwischen jeder dritte Haushalt über einen Breitbandzugang. Das macht die Downloads besonders einfach.

Über BITKOM e.V.:

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. vertritt mehr als 1.000 Unternehmen, davon 800 Direktmitglieder mit etwa 120 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Gerätehersteller, Anbieter von Software, IT-Services, Telekommunikationsdiensten und Content. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungsrechtliche Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.

Weiterführende Links:

  • Bikom

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