Roter Teppich für Programmkinos

Kinoprogrammpreis zeichnet Kinomacher in Berlin und Brandenburg aus

Anspruchsvolles Kino ist zum Markenzeichen der Hauptstadtregion geworden. Ob Kultklassiker, brasilianische Filmwoche, Filmmusikkonzerte oder Spatzenkino – in Berlin findet der Filmfreund eine der programmlich vielfältigsten Kinolandschaften bundesweit. Auch im Flächenstaat Brandenburg engagieren sich Tag für Tag zahlreiche Kinomacher dafür, jeden Kinobesuch zu einem ganz besonderen Erlebnis zu machen.

Authentisch und unprätentiös schaffen es die Programmkinos, ihr Publikum zu überzeugen und präsentieren großes Kino auf der großen Leinwand. So entstehen Kulturinseln in der Stadt und auf dem Land. Es wird gefrühstückt im Kino, Mythen und zornige Mönche huschen durch die Kinonächte, Trash und Horror geistern über die Leinwände und Paul und Paula sind auf dem Revival-Trip. Kino für Leib und Seele – wenn zum Film Bio-Popcorn und Aal-Terrine angeboten wird.

Am Dienstag, dem 9. Juni 2009, werden Begeisterung, Leidenschaft, Durchhaltevermögen und Engagement der Kinobetreiber mit dem Kinoprogrammpreis Berlin-Brandenburg 2009 ausgezeichnet. Im Rahmen der Preisverleihung im Kino International spricht Regisseur Tom Tykwer („Lola rennt“, „The International“) zur aktuellen Situation der Programmkinos.

Im Anschluss werden der Oscar-Gewinner „Spielzeugland“ in Anwesenheit von Regisseur Jochen A. Freydank und – als Vorpremiere – der zweifache Berlinale-Bären-Gewinner „Alle anderen“ (Kinostart: 18. Juni 2009) in Anwesenheit von Regisseurin Maren Ade gezeigt.

Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin Filmförderung, Medienboard Berlin-Brandenburg: „Die Hauptstadtregion ist Deutschlands Kinostrandort Nr. 1. Die Filmproduktion boomt und die Kinolandschaft ist so abwechslungsreich und lebendig, wie nirgendwo sonst in Deutschland. Mit dem Kinoprogrammpreis würdigen wir in jedem Jahr Kinobesitzer, die durch ihr enormes persönliches Engagement ihrem Publikum ein außergewöhnliches Kinoprogramm bieten und somit einen wichtigen Beitrag zur Kulturlandschaft der Hauptstadtregion leisten.“

Dr. Andreas Kramer, stellv. HDF KINO-Vorstand: „Der Kinoprogrammpreis motiviert zu anspruchsvoller Programmarbeit. Davon profitieren die Kinobesucher und die Film-Kreativ-Region Berlin-Brandenburg insgesamt. Die Film- und Kinovielfalt in Berlin bilden wie in keiner anderen Stadt und auch im internationalen Vergleich eine einzigartige kulturprägende Symbiose. Dies gilt es noch weiter zu befördern. Der anspruchsvolle Film muss deshalb überall auch dort Platz im Kino bekommen, wo er möglichst viele Menschen erreichen kann. Dann wird durch engagierte Kino-Programmarbeit die gesellschaftliche Relevanz von Filmen noch weiter ausgeprägt.“

In diesem Jahr bewerben sich 62 Kinos, 45 aus Berlin und 17 aus Brandenburg, um die insgesamt 26 Preise mit einer Gesamtprämie von rund 200.000 Euro. Eine vierköpfige Jury entscheidet über die Prämierung.

Weiterführende Links:

  • Weitere Infos

Kommentar schreiben

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.