IBC 2009: Quantel und EVS präsentieren integrierten Workflow

Auf der IBC in Amsterdam haben EVS und Quantel einen gemeinsamen Workflow für ihre unterschiedlichen Fernsehproduktionssysteme vorgestellt. Der Austausch erfolgt dabei über Panasonics DVCPro HD-Codec, der sowohl vom EVS Produktionsserver als auch von der neuen Virtualisation-Technologie von Quantel unterstützt wird.

Die erst kürzlich von EVS bekannt gegebene Unterstützung des Panasonic DVCPRO HD Codec erweitert die Produktionsbasis der Serversysteme XT(2) und XS und eröffnet damit bei der bandlosen Broadcast-Produktion den reibungslosen Austausch mit Quantels sQ Produktionssystemen. Der Transfer zwischen EVS und Quantel erfolgt über das offene MXF OP1A-Videodatei-Format, das je nach Systemkonfiguration manuell oder automatisch eingestellt werden kann.

Nahtloser File-Transfer im gemischten Workflow

Wird über das interne Management-Programm IPDirector ein Beitrag auf dem XS Server von EVS abgelegt, besteht jederzeit Zugriff auf diesen zentralen Speicher, der sowohl von EVS als auch von Quantel stammen kann. Technisch werden dabei vom IPDirector eine MXF OP1A-Datei mit den Kerninformationen sowie den in einer XML-Datei zusammengefassten Metadaten in das sQ Serversystem übertragen. Damit liegt nun das entsprechende Material für die weitere Bearbeitung auf den Quantel sQ Produktionssystemen vor. Die vom IPDirector produzierten EVS-Metadaten (Logging, deskriptive Informationen, etc.) werden mit den Beiträgen verknüpft, importiert und in die Datenbank von Quantel eingefügt. Der Import der EVS-Beiträge und der dazu gehörigen Metadaten kann manuell vom Operator durchgeführt werden oder automatisch über die Autoscan-Option erfolgen.

Ist eine Datei einmal auf dem Server von Quantel abgelegt, kann sie dort über das sQ Produktionssystem direkt zum Playout geschickt oder zum Ausspielen wieder an den EVS XS Server zurück transferiert werden. Der Export im Quantelsystem erfolgt über eine MXF OP1A-Datei auf der gemeinsamen Speicherplattform, die mit dem EVS-System verbunden ist. Die Datei wird zu diesem Zweck an der EVS XTAccess-Schnittstelle eingescannt und automatisch auf EVS XS Server überspielt. Sobald die Übertragung auf dem XS Server beginnt, kann der Beitrag ausgespielt werden.

„Unser Ziel ist es, unseren Kunden so weit einfach wie möglich die Arbeit zu erleichtern“, betont Trevor Francis, Marketing-Chef für den Bereich Broadcast bei Quantel. „Ein reibungsloser Workflow zwischen den Produktionsplattformen von EVS und Quantel ist dabei sehr hilfreich. Das Großartige ist, das wir für den Austausch der Videodaten eine Schnittstelle verwenden konnten, die auf den offenen Industrie-Standards MXF und XML basiert.“

„Wir sind stets bestrebt, die Maximierung des Workflows durch die Integration der Schlüsseltechnik unserer Partner noch weiter voranzutreiben“, erklärt Serge Comes, Produkt-Manager bei EVS. „Mit der Unterstützung des DVCPro HD Codecs in unseren XS und XT (2) Servern sind wir diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen. Damit ermöglichen wir es unseren Kunden jetzt, ihre Beiträge auf den Produktionssystemen von Quantel zu bearbeiten. Wir sind davon überzeugt, dass der nahtlose Austausch mit den Quantel Broadcast-Systemen die bandlose Produktions-Technologie von EVS noch weiter aufwerten wird.“

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