Wiederaufführung der HFF-Aufbruch-Filme in Weimar

Mit den studentischen Aufbruch-Filmen der Hochschule für Film- und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg begibt sich das Weimarer „Filmfest im Kunstfest“ auf eine Zeitreise 20 Jahre in die Vergangenheit.

Das 1989 beim Internationalen Leipziger Dokumentarfilmfestival gezeigte Programm gibt spannendes Zeugnis von Auf- und Umbruch der Vorwendezeit. Die Aufbruch-Filme sind Teil des Sonderprogramms Film-Wende | Wende-Filme des Filmfests im Kunstfest.

Die Aufbruch-Filme werden am Montag, 19. Oktober 2009, um 20:00 Uhr im Audimax der Bauhaus-Universität Weimar, Steubenstraße 6, präsentiert.

Seit 1961 war es der HFF möglich, Filme von Studierenden auf dem Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK) zu zeigen. Ob Film-Übung, Hauptprüfungs- oder Diplomfilm, die HFF-Sonderveranstaltungen gewährten oft eigenwillige Einblicke in ein Land namens Deutsche Demokratische Republik. Mit dem Eintreten des damaligen Rektors für Glasnost und Perestroika wurden die Vorführungen des Hochschulprogramms bereits ab 1986 zu einem gefragten Festival-Ereignis. Das Filmfest führt das 1989 in Leipzig gezeigte HFF-Programm erstmals wieder auf, mit Filmen, die vom Auf- und Umbruch erzählen.

Das Programm umfasst neun Filme von Studierenden der HFF, gedreht auf Video und 16mm. Gezeigt werden die Beiträge Aufbruch 89 – Dresden (Thomas Rist, Katja Hofmann, Volker Langhoff, René Jung, Sabine Wittig, Thomas Eichberg), Es lebe die R… (Leipzig im Herbst) (Jörn Zielke), 10 Tage im Oktober (Thomas Frick), Blühender Garten im märkischen Sand (Henry Köhler), Jaja…neenee… (Thomas Frick), Jenseits von Klein Wanzleben (Andreas Dresen), Makulatur 7/10/89 (Kerstin Süske) und Tschhinson – Freundschaft (Henry Köhler).

Im Anschluss diskutieren Lothar Bisky, der damalige Rektor der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen, Dieter Wiedemann, der heutige Präsident der HFF und drei ehemalige Studenten der HFF über die Funktionen und Potenziale des Dokumentarischen in Zeiten des Umbruchs. Eine Diskussion mit Wolfgang Kissel, Direktor des Bauhaus Film-Instituts und zu DDR-Zeiten DAAD-Stipendiat an der HFF, sowie Thomas Frick, damals Regie-Student, und Frank Sputh, der an der HFF Kamera studierte.

Mit dem „Filmfest im Kunstfest“ präsentiert das Bauhaus-Film-Institut der Bauhaus-Universität Weimar ein dem Film gewidmetes Programm innerhalb des „pèlerinages“ Kunstfest Weimar. Bis zum 28. Oktober gibt es laut Aussage des Film-Instituts hochkarätige Kino- und Sonderveranstaltungen an ungewöhnlichen Orten und begleitende Filmgespräche mit namhaften Persönlichkeiten.

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