Mehr Zuschauer, mehr Geld, mehr Regionaleffekt, mehr Förderbereiche – die FFF Jahresbilanz 2009

Gestern Mittag präsentierte FFF-Geschäftsführer Prof. Dr. Klaus Schaefer die Jahresbilanz 2009 des FilmFernsehFonds Bayern. Das Jahr war besonders erfolgreich: 23 Millionen Zuschauer besuchten die von Bayern geförderten Kinofilme, die Gesamtfördersumme war trotz der Krisenzeiten höher als im Vorjahr und mit neuen Förderarten stärkte der FFF Bayern weitere Bereiche des bayerischen Medienstandortes.

Insgesamt förderte der FFF Bayern 353 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 27,6 Millionen. Hinzu kamen 1,3 Millionen Euro vom Bayerischen Bankenfonds, so dass insgesamt 28,9 Millionen Euro ausgereicht werden konnten. Das Produktionsvolumen aller geförderten Kino- und Fernsehfilmprojekte betrug 295 Millionen Euro, der Regionaleffekt lag bei 416 Prozent.

Die FFF-geförderten Kinofilme erreichten 23 Millionen Zuschauer – 5 Millionen mehr als im Jahr 2008, das ergibt eine Steigerung um 28 Prozent. Erfolgreichster der neun Besuchermillionäre war Michael Bully Herbigs „Wickie und die starken Männer“ mit 4,9 Millionen Besuchern. FFF-geförderte Filme generierten im Jahr 2009 einen Gesamtumsatz von 144 Millionen Euro an der Kinokasse. Erfolgreiche Fernsehfilme waren „Romy“ (ARD), „Vulkan“ (RTL) und „Der Seewolf“ (ZDF).

In den Förderbereichen Produktion Kinofilm, Fernsehfilm, Nachwuchs, Drehbuch, Projektentwicklung, Verleih und Vertrieb, Filmtheaterprämien sowie Zusatzkopien konnte der FFF Bayern finanziell das Vorjahresniveau halten. Mehr als verdoppelt im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Förderung der Kinoinvestitionen von 465.000 Euro auf 937.000 Euro durch einen neuen Förderbereich: Seit dem letzten Jahr unterstützt der FFF erstmals Filmtheater bei der Umrüstung auf die digitale Projektionstechnik. Bayern war das erste und im Jahr 2009 einzige Bundesland, das die Digitalisierung der Filmtheater finanziell unterstützt.

Ebenfalls neu hinzu kam die 2009 von der Bayerischen Staatsregierung ins Leben gerufene Games-Förderung, mit der hochwertige und gewaltfreie Computer-, Video- und Handyspiele unterstützt werden. In der ersten Fördersitzung im November hatte der neu aufgestellte Games-Vergabeausschuss die Förderung von fünf Projekten mit einer Gesamtsumme von 240.000 Euro bewilligt.

FFF-geförderte Filme wurden bei nahezu allen bedeutenden Preisverleihungen nominiert oder ausgezeichnet: Darunter Caroline Links „Im Winter ein Jahr“ beim Bayerischen Filmpreis, Maren Ades „Alle anderen“ bei der Berlinale, Bernd Eichingers und Uli Edels „Der Baader Meinhof Komplex “ bei den Oscars, Florian Gallenbergers „John Rabe“ beim Deutschen Filmpreis, Roland Suso Richters „Mogadischu“ beim Bayerischen Fernsehpreis, Lancelot von Nasos „Waffenstillstand“ bei den Hofer Filmtagen und viele mehr.

Damit auch 2010 ein erfolgreiches Jahr für den Medienstandort Bayern wird, wurde vielerorts gedreht: Rund 600 Drehgenehmigungen gab es allein in München (ohne Umland). An mehr als 2500 Drehtagen wurden Kino- und Fernsehfilme sowie Serien realisiert. Allein in den ersten 12 Wochen im Jahr 2010 starten 15 FFF-geförderte Filme im Kino.

Auch das Cluster audiovisuelle Medien (CAM), eine Abteilung des FFF, trug mit über 30 Veranstaltungen und zahlreichen Einzelmaßnahmen zur Stärkung der Medienunternehmen am Standort Bayern bei. Die intensive Arbeit mit den Entwicklern hat 2009 zur Beteiligung Bayerns am Deutschen Computerspielpreis und zur neu gestarteten Gamesförderung in Bayern geführt.

Und auch die anderen Branchensegmente kamen in der Clusterarbeit zum Zuge: Zum Beispiel präsentierten Verlage Bücher zum Verfilmen, Spieleentwickler kooperieren in Arbeitskreisen mit Unternehmen der Luft- und Raumfahrt und AUDI, BMW, LOEWE, IRT und zwei Fraunhofer Institute bildeten zusammen ein Forschungskonsortium, das aus dem Clusterprojektfonds gefördert wird.

FFF-Geschäftsführer Prof. Dr. Klaus Schaefer: „Erneut hat sich der FFF Bayern als starker und zuverlässiger Partner der bayerischen Film- und Fernsehbranche erwiesen. Dazu haben wir mit neuen Förderbereichen unser Spektrum erweitert. Wir sind glücklich, dass die von uns geförderten Produktionen auf Festivals in der ganzen Welt begeistern, die Zuschauerherzen gewinnen und auch wirtschaftlich so ertragreich sind. Die 2010 anstehenden Fernsehausstrahlungen und Kinostarts lassen auf eine Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte hoffen.“

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