„Ingenium“: mit geringen Mitteln großes Kino schaffen – Part 1

Über fünf Jahre hinweg arbeitete Regisseur Steffen Hacker an einem Independent Mystery-Thriller und musste dabei eine Reihe kniffliger Postproduction-Aufgaben lösen.
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Ingenium“ heißt der Debütfilm von Regisseur Steffen Hacker, den er im „Guerilla-Style“ mit geringem Budget realisiert hat. Dabei kam der Postproduction eine herausragende Rolle zu: Szenen und Dialoge mussten nachgedreht und ersetzt werden, ohne dabei das ohnehin geringe Budget zu sprengen.

Im ersten Teil der zweiteiligen Serie beschreibt Hacker, wie er dem unterschiedlichen Formatmix Herr werden konnte:

Schon als Student war ich auf Messen und Roadshows für Adobe unterwegs, um deren Videoprodukte vorzustellen und von meiner Arbeit aus dem VFX-Bereich zu berichten. Ich hätte mir trotz meiner tagtäglichen Arbeit mit Adobe Creative Cloud nicht träumen lassen, mal eine derart innige Beziehung zu Premiere Pro CC und AfterEffects CC aufzubauen – mit diesem Projekt, das mich fünf Jahre lang unzählige Nächte und Wochenenden an den Rechner fesselte. Übrigens bekommt ihr Creative Cloud mit Premiere Pro CC und vielen weiteren Tools, wie AfterEffects CC und Photoshop CC bis zum 31. August zum Sonderpreis von nur 35,69 €/mtl.

Seit dreizehn Jahren bin ich als Werberegisseur im Regie-Duo „Alex & Steffen“ sowie als VFX-Supervisor bei der Stuttgarter Firma Unexpected tätig. Gleichzeitig träumte ich schon immer von einem eigenen Spielfilm. Also bin ich im Winter 2013, nach einem halben Jahr Vorbereitung, zusammen mit der Schauspielerin Esther Maaß nach Thailand aufgebrochen, um dort die ersten Szenen für einen Thriller zu drehen, dessen Geschichte ich in den Folgejahren mehrmals komplett umgeschrieben habe. Dies hatte auch zur Folge, dass sich der Umfang stetig erweitert hat, wodurch wir uns ganz besonders auf unsere Postproduktion-Tools verlassen mussten.

Szenendreh mit Schauspielerin Esther Maaß in Thailand
Szenendreh mit Schauspielerin Esther Maaß in Thailand

Wilder Format-Mix

Premiere Pro CC half uns dabei enorm, denn es unterstützt nativ alle Formate ohne Transkodierung in einer Timeline. Das ist ein Feature, auf das wir uns stark verlassen haben, da wir das Projekt im Laufe der Jahre mit insgesamt elf verschiedenen Kameras gedreht haben (unter anderem mit FS700/FS100/F5 von Sony, GH2 von Panasonic, Blackmagic 2.5K und 4K, Canon 5DMK 2 und 3 sowie C300 – und am Ende sogar noch mit einer Alexa Mini von Arri).

Kameramann Benjamin Nolde beim Dreh von „Ingenium“
Kameramann Bejnamin Nolde beim Dreh von

Das bedeutet, dass viele verschiedene Wrapper und Codecs wild auf den Timelines gemischt und dann meistens sogar von externen USB-3.0-Festplatten ohne teure Highend-Video-Raids abgespielt wurden: Alles ohne Probleme, ohne jegliche Transcodes und Konsolidierungen. Mit PluralEyes wurde jeweils der Ton von den extern aufgenommenen Mikrofonen gesynct und direkt als Premiere-Timeline ausgegeben, was die manuelle Arbeit auf ein Minimum reduzierte.

Die Timelines habe ich immer im Pancake-Prinzip bearbeitet, um direkt mit den Selected Takes weiterarbeiten zu können. Die Farbkodierungen für den Schnitt waren meist inhaltlicher Natur, wie Closeups, Schuss/Gegenschuss auf Charaktere bei Dialogen oder Totalen. Die verschiedenen Kameras wurden dann erst wieder in der Farbkorrektur interessant.

In Teil 2 der Serie erzählt Steffen Hacker, wie er Kürzungen innerhalb eines Schnitts einfach und mit professionellem Ergebnis vorgenommen hat und trotz des geringen Budgets mithilfe von Visual Effects eindrucksvolle Szenerien erschaffen konnte.

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