Side Effects Software Houdini verleiht den X-Men ihre Mutantenkräfte

Die Effekte für X-Men 2 realisierten die an dem Blockbuster beteiligten Produktionsfirmen Rhythm & Hues und Cinesite Hollywood unter anderem mit der 3D-Software Houdini von Side Effects Software.

Cinesites Arbeit mit Houdini umfasste vor allem CG-Pyotechnikeffekte, Explosionen, die Laserstrahlen der Figur Cyclops und die „BAMF“-Teleportationstricks des Characters Nightcrawler. Letztere machten allein die Hälfte der mehr als 100 mit Houdini realisierten Effekte bei Cinesite aus. Denn die Fähigkeit Nightcrawlers, sich in Rauchspuren zu dematerialisieren, glaubhaft aus dem Comic auf die Leinwand zu übertragen, gehörte zu den größten Herausforderungen für das Team. „Für Nightcrawler brauchten wir eine Effekt- und Rendering-Pipeline, die sich einfach kontrollieren und während des Arbeitsprozesses ändern ließ, so dass wir annähernd 50 finale „BAMF“-Shots produzieren konnten“, berichtet Vijoy Gaddipati von Cinesite. Vor allem die Erweiterbarkeit von Houdini um In-House-Tools sei dabei hilfreich gewesen. Die Live-Action-Stunts von Nightcrawler wurden als CG-Model in Houdini angelegt, mit Partikel- und anderen Effekten versehen und schließlich in Houdini Mantra gerendert.

Auch an der Gestaltung der Kräfte der anderen Mutanten wirkte Cinesite mit. So basieren Cyclops Laserstrahlen auf einem Houdini-Partikelsystem, das von seinem Visor aus mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten in verschiedene Richtungen abstrahlen kann. Diese Effekte wurden unter Einsatz der VEX Shader komplett in Mantra gerendert.

Rhythm & Hues setzte mit Houdini die Tornado-Sequenzen sowie den X-Jet und andere VFX um: Von Schnee, Wind und Wasser bis hin zu Geschossen, Blut oder splitterndem Glas. Von zentraler Bedeutung war dabei ein funktionierender Modeling-, Animations- und Effekt-Rendering-Workflow, mit dem sich Partikel und Gase leicht einrichten und anpassen ließen. Auf diese Weise wurde mit Houdini z.B. Magnetos Fähigkeit simuliert, Geschosse zu produzieren. Auch die durch den X-Jet bewirkten Schubkräfte, Hitzeverzerrungen und Staubaufwirbelungen sowie Storms Atmosphärenbeeinflussungen wurden von Rhythm & Hues realisiert. „Die von Storm geschaffenen Tornados animierten wir mit unserer In-House-Applikation Voodoo und importierten sie dann in Houdini, wo wir mit den Partikeln die gasförmigen Elemente umsetzten“, erklärt Richard Hollander, Senior Visual Effects Supervisor bei der amerikanischen Produktionsfirma.

Weiterführende Links:

  • http://www.cinesite.com
    http://www.rhythm.com

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