NAB: Filmlight zeigt Projector Probe und Baselight 3.3

Neues Mess- und Kalibrierungsgerät für Projektoren erscheint nach der NAB / Baselight auch als Software-only-Version für Mac-OS X

Die Truelight Projector Probe hatte Filmlight bereits auf der vergangenen IBC angekündigt. Nach der diesjährigen NAB soll das Mess- und Kalibrierungsgerät, das Projektoren farbverbindlich eicht, nun verfügbar sein. Äußerlich gleicht Projector Probe einem zu kurz geratenem Teleskop. Das Gerät besitzt einen „Blickwinkel“ von unter 3 Grad. Der Punkt, den der Sensor sieht, wird durch einen Laser-Pointer markiert. So lassen sich mehrere Testpunkte schnell einlesen. Auch ein Spektrometer ist in die Sonde eingebaut. Es ermöglicht das gleichzeitige Messen von Farbe und Helligkeit.

Mit der dazugehörigen Software CubeBuilder lassen sich aus den Messdaten die entsprechenden Cubes (3D-Lookup Tables) generieren. So lässt sich eine einheitliche Farbdarstellungen auf allen Filmlight-Geräten erreichen. Der Preis des Geräts inklusive Software liegt bei etwa 24.000 US-Dollar.

Für das Ende des zweiten Quartals hat Filmlight Baselight 3.3 angekündigt. Einige Features der neuen Version sind allerdings jetzt bereits als Vorab-Update in die Version 3.2 integriert.

Baselight 3.3 ist in der Lage, die Spirit Telecine von Thomson Grass Valley fernzusteuern: Dabei unterstützt es den kompletten Funktionsumfang, wie das bisher nur mit wenigen Geräten (beispielsweise da Vinci) möglich war.

Die neue Version kann auch mit dem neuen Color-Grading-Standard CDL (Color Decision List) umgehen. Dieser von der American Society of Cinematographers ins Leben gerufene Standard ermöglicht das systemunabhängige Speichern von Color-Grading-Daten und somit den unkomplizierten Datenaustausch mit anderen Color-Grading-Systemen.

Als Download für bestehende Kunden gibt es Baselight jetzt auch als Software-only-Version. Es handelt sich um ein voll funktionsfähiges Baselight, bei dem das Bedien-Panel fehlt. Die Software läuft nur unter Mac OS X und soll dazu dienen, neue Operators an das System heranzuführen und zu trainieren. Ein weiteres Ziel ist es, die Software-only-Version so weiterzuentwickeln, dass man damit direkt am Set mit dem Laptop arbeiten und vor Ort mit der Definition der Looks beginnen kann. Da Baselight ursprünglich für Linux programmiert wurde, gibt es die kleine Version nur für Mac OS X, da die Portierung auf Windows zu viel Aufwand bedeutet hätte.

Für alle Filmlight-Systemen ist ab sofort auch eine 10-GBit-Ethernetverbindung erhältlich. Damit kann der Anwender auch über das Netzwerk in Echtzeit mit 4K-Daten arbeiten, die auf einem anderen System liegen.

Weiterführende Links:

  • Filmlight

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