Paramount-Studio steigt ins Videospielgeschäft ein

Erste Titel sollen noch dieses Jahr erscheinen

Das US-Filmstudio Paramount will künftig verstärkt ins Videospielgeschäft einsteigen. Wie das Branchenblatt Variety in seiner Online-Ausgabe berichtet, hat das Studio zu diesem Zweck bereits sein Team der Unterhaltungsabteilung ausgebaut und eine Liste mit Vorschlägen für eigene Spieltitel erarbeitet. Diese sollen dann zumindest teilweise oder auch vollständig von Paramount finanziert und entwickelt werden. Interessiert zeigt man sich dabei vor allem an Spielen für die mobile Unterhaltung, entsprechende Titel für Handheld-Plattformen und mobile Endgeräte seien laut Paramount bereits in Planung. Allerdings soll es auch Veröffentlichungen für die Next-Generation-Konsolen wie Xbox 360 und Playstation 3 geben. Ziel des Unternehmens ist es, sich möglichst breit am Videospielmarkt aufzustellen und unterschiedliche Standbeine aufzubauen.

„Wir sind gerade dabei in Verhandlungen einzutreten, um noch dieses Jahr Spiele veröffentlichen zu können“, erklärt Sandi Isaacs, Senior Vice President im Bereich Unterhaltung und Mobile bei Paramount. Derzeit befände sich das Unternehmen in einer Phase, in der es alle brauchbaren Möglichkeiten prüfe und Vorschläge sammle. „Für uns ist es wichtig, ein flexibles Modell zu finden. So ist es beispielsweise vorstellbar, dass wir in einigen Fällen Spiele selbst veröffentlichen und in einigen als Co-Publisher auftreten. Es wäre aber auch möglich, die Spielentwicklung zu finanzieren und die Veröffentlichung des Endprodukts einem externen Publisher zu überlassen“, meint Isaacs. Generell gehe es Paramount vor allem darum, sich auf einer möglichst breiten Basis ein festes Standbein am Videospielmarkt zu schaffen.

Obwohl es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Details zu den geplanten Paramount-Spielen gibt, sollen die ersten eigenen Titel noch dieses Jahr veröffentlicht werden. Interessiert ist das Filmstudio dabei zwar grundsätzlich an jeglicher Form von Videospiel, das Hauptaugenmerk soll aber vor allem auf gelegenheitstaugliche Handheld- und Mobile-Games gelegt werden. Diese seien Isaacs zufolge mit einigen wenigen Mio. Dollar wesentlich günstiger in ihrer Produktion als beispielsweise Spiele für Next-Generation-Konsolen, deren Entwicklung 20 Mio. Dollar oder mehr verschlingen würde. Trotz der eigenen Pläne will Paramount aber auch in Zukunft weiterhin daran festhalten, eigene Lizenzprodukte an andere Videospielpublisher zu verkaufen.

Das verstärkte Engagement Paramounts am Videospielmarkt bedeutet für das Unternehmen gleichzeitig aber auch einen höheren finanziellen Aufwand. Um diese zusätzlichen Gelder aufbringen zu können, wolle das Studio laut Isaacs in nächster Zeit zunehmend auch externe Finanzquellen erschließen. Ein gewisses finanzielles Risiko sei bei einem derart groß angelegten Einstieg in ein neues Geschäftsfeld seiner Meinung nach jedenfalls nicht zu vermeiden.

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