Hohe HFF-Beteiligung beim Animationsfilmfestival in Annecy

Das 33. Internationale Animationsfilmfestival Annecy (08.-13. Juni 2009) hat die Auswahl für die Wettbewerbssektionen bekannt gegeben. Im offiziellen Festivalprogramm werden insgesamt 241 Animationen gezeigt, vierzehn davon kommen aus Deutschland. Die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ stellt hier direkt und indirekt das größte deutsche Kontingent

In der Wettbewerbskategorie Graduation Films laufen 60 Beiträge, darunter die HFF-Produktionen Chicken Wings von Pauline Kortmann und never drive a car when you´re dead von Gregor Dashuber.

In Chicken Wings durchstreifen, als der Wilde Westen noch wild war, ein Cowgirl und ein Werwolf das unwirtliche Land. Ein Huhn kreuzt ihren Weg und lässt sie, im erbitterten Streit über dessen tauglichste Verwendung, die drohenden Gefahren vollkommen vergessen.

Pauline Kortmann wurde 1980 in Berlin geboren. Sie machte eine Ausbildung zur Mediengestalterin und nahm direkt im Anschluss ihr Studium an der HFF „Konrad Wolf“ auf. Hier studiert sie seit 2004 Animation und arbeitet freiberuflich als Animatorin, Illustratorin und Pixlerin für PC-, Handy- und Gameboyspiele. „Chicken Wings“ ist ihr erster Animationsfilm.

Die Animatorin wurde von folgenden HFF-Studenten bei der Herstellung des Films unterstützt: Martin Lischke (Produktion), David Ziegler (Ton), Johannes Repka, Marian Mentrup (Musik), Nikolai Neumetzler, Klara Manzel, Volkram Zschiesche und Benjamin Kramme (Stimmen).

In never drive a car when you’re dead stolpert der ungeschickte Held über ein lange vergessenes Klavier. – Die Musik führt ihn aus seiner verwahrlosten Existenz hinaus in die Großstadt. – Dort spielt er den maroden Gestalten am Straßenrand einen letzten Trauermarsch.

Gregor Dashuber wurde 1980 in Schongau geboren. Nach dem Abitur folgten Praktika bei einer Agentur für Kunstbuchgestaltung in München und bei einer Grafik-Firma in Berlin, bevor er an der HFF „Konrad Wolf“ Animation studierte. Seit seinem Abschluss als Diplom-Animator 2009 arbeitet er als freischaffender Animator, Illustrator und Filmemacher.

Neben Gregor Dashuber wirkten auch die HFF-Studenten Marian Mentrup (Musik und Sounddesign), Julie Lamarre (Produktion), Martin Reimers (Montage) sowie als Sprecher Nora Rim Abdel Maksoud, Eddie Irle und Volkram Zschiesche mit.

In der weiteren Wettbewerbskategorie Music Videos konkurriert Hello Antenna von Veronika Samartseva und Anna Samoylovich mit acht weiteren Beiträgen um den Preis. Es geht um die Geschichte von Susie, ihrer Mutter, der Royel Family und Shopping. Ein animiertes Musikvideo mit vielen Fliegern, Atennen und einer riesigen Explosion.

Veronika Samartseva wurde 1983 in St. Petersburg geboren. Sie lebt seit 1991 in Berlin, und seit 2003 studiert sie Animation an der HFF „Konrad Wolf“. 2007 nahm sie an der HFF/CUC Summer Acadamy Beijing Berlin teil.

Anna Samoylovich wurde 1980 in Moskau geboren. Sie studierte zunächst Architektur und anschließend Gestaltung des Animationsfilms an der VGIK Moskau. Gleichzeitig arbeitete sie an mehreren Animationsprojekten. 2006 kam sie zum Studium an die HFF „Konrad Wolf“.

Weitere HFF-Beteiligte an dem Musik-Video waren Thomas Bergmann (Kamera) und Michal Krajczok (Ton).

Auch HFF-Absolvent Tony Loeser ist mit seiner Produktion „Mullewab – Friends forever“ in der Sektion Feature Films out of competition vertreten, ebenso wie ein weiterer HFF-Absolvent, Olaf Enke, mit seinem Film „Judas und Jesus“ in der Reihe Politically Incorrect Movies. Und HFF-Professor Gil Alkabetz zeigt in der Kategorie Short films out of competition seine kurze Animation „Der da Vinci Timecode“.

Neben den offiziellen Wettbewerbs- und Außer-Konkurrenz-Sektionen wird in diesem Jahr eine Reihe German Focus angeboten. Dort werden folgende HFF-Produktionen gezeigt: The Moment (Thomas Voigt, 1999), Lazy Sunday Afternoon (Bert Gottschalk, 1999), Tauro (Matthias Daenschel, 2002), Pantoffelhelden (Susanne Seidel, 2004), Lucia (Felix Gönnert, 2004), Smoke (Claudia Romero, 2004), Trickster (Alexander Pohl, 2008) und My Happy End (Milen Vitanov, 2007).

Das Filmfestival Annecy ist eines der weltweit renommiertesten auf Animationsfilme spezialisierten Festivals. In den verschiedenen Sektionen werden zahlreiche Preise vergeben. Die am Wettbewerb teilnehmenden Studierenden werden von HFF-Distributorin Cristina Marx nach Annecy begleitet, und es heißt wieder einmal Daumen drücken für die außerordentlich erfolgreichen Animationsfilme der Hochschule.

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