Blu-ray Disc Association stellt 3D-Disc-Spezifikation fertig

Grundlage für Wiedergabe von 3D-Content auf 3D-fähigen Fernsehern / Erweiterung für Blu-ray-Player und Sonys PlayStation 3

Die Blu-ray Disc Association hat ihre 3D-Disc-Spezifikation fertiggestellt. Das neue Format ist Display-unabhängig, unterstützt jedes 3D-fähige TV-Gerät (einschließlich LCD und Plasma) sowie die PlayStation 3, berichtet der Branchendienst „Digital Arts“.

Die Bekanntgabe der Fertigstellung erfolgte kurz nach der Ankündigung von LG Electronics, 2010 rund 400.000 3D-fähige Fernsehgeräte ausliefern zu wollen und 2011 schon 3,4 Millionen 3D-TVs. Der Markt für 3D-TV wird in diesem Jahr auf 1,1 Milliarden Dollar geschätzt und soll bis 2015 auf 15,8 Millionen Dollar hochschnellen, erwartet das Marktforschungsunternehmen DisplaySearch.

3D-Blu-ray-Player werden für jedes Auge ein separates 1080p-Bild erzeugen. Geeignete 3D-Brillen bringen beide Bilder zusammen, um vor dem Auge des Betrachters die Illusion räumlicher Tiefe entstehen zu lassen. „Aus technischer Sicht ist es die beste verfügbare Plattform, um 3D in die Wohnzimmer zu bringen“, sagte Benn Carr, Vorsitzender der Blu-ray Disc Association 3D Task Force, in einer Stellungnahme.

Die 3D-Disc-Spezifikation ermöglicht Sonys PS3-Spielkonsolen die Wiedergabe von 3D-Content, der auf entsprechenden 3D-Blu-ray-Medien gespeichert wurde. Zudem sollen künftige 3D-Player auch klassischen 2D-Content abspielen können. Darüber hinaus stellt die Spezifikation sicher, dass bisherige Blu-ray-Player die 2D-Wiedergabe von Blu-ray-3D-Discs beherrschen.

Die Blu-ray-3D-Spezifikation setzt für das Encoding auf den MVC-Codec (Multiview Video Coding), eine Erweiterung des H.264 AVC, den gegenwärtig alle Blu-ray-Abspielgeräte unterstützen.

MPEG4-MVC komprimiert die Ansichten für das linke und rechte Auge mit einem Overhead von 50 Prozent verglichen mit dem gleichen Content in 2D und bietet volle 1080p-Abwärtskompatibilität zu aktuellen 2D-Blu-ray-Playern. Die Spezifikation schließt auch erweiterte 3D-Grafikfeatures ein, die für 3D-Grafikmenüs und 3D-Untertitel im 3D-Video gedacht sind.

2009 hätten Kinogänger überwältigend deutlich 3D-Filme bevorzugt, wenn sie zwischen der 2D- und 3D-Version eines Films wählen konnten, erklärt Victor Matsuda, Chairman des Blu-ray Disc Association Global Promotions Committee: „Wir glauben, diese Nachfrage nach 3D-Content wird sich auch auf den Heimbereich übertragen, jetzt, wo wir mit der Blu-ray Disc ein Medium haben, dass ein hochwertiges Full-HD-3D-Erlebnis im Wohnzimmer vermitteln kann.“

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