NAB 2010: 1080p-„Selbstfahrerstudio“ von Broadcast Pix wird auf der NAB vorgestellt

Das Granite-System startet bei 20.000 Euro und lässt sich je nach Anforderung upgraden

Der amerikanische Hersteller Broadcast Pix zeigt seine neueste Entwicklung, das Multiformat-Selbstfahrer-Kompaktstudio mit dem soliden Namen „Granite™“ erstmals auf der diesjährigen NAB in Las Vegas.

Das neue Flagschiff kombiniert den innovativen Fluent-Workflow, der jüngst auch die Slate-Familie bereichert hat, mit einem HD-Videomischer (bis 2M/E) und einem HD-Videoserver. Broadcastern steht somit ein vielseitiges Gestaltungswerkzeug für On-Air-Anwendungen zu einem konkurrenzlosen Preis zur Verfügung, erklärt Studio Hamburg Media Consult International (MCI).

Als digitales Multiformatsystem verarbeitet der Granite Eingangs- und Ausgangsseitig SD-SDI sowie 1080i- und 720p-Signale. Auf 1080p und höhere HD-Standards kann zukünftig upgegraded werden.

Das Fluent-Workflow-Konzept bietet in Verbindung mit dem HD-Server bis zu 120 Minuten Clip-Speicher inklusive dem neuesten, intuitiv bedienbaren Schriftgenerator von Harris. Über den Multiviewer werden Video- und Dateiquellen, aber auch Watch-Folder dargestellt, in denen direkt von NLE-Systemen (z.B. Final Cut Pro) fertige Beiträge dem Mischer zur Verfügung gestellt werden können.

In drei Ausbaustufen (1M/E Granite 100, 1000 und dem 2M/E 5000) wird der Granite ab Juli verfügbar sein. Die bisherige Broadcast-Pix-Philosophie bleibt aktuell: ein Granite 100 kann z.B. zu einem 5000-System wachsen. Aber auch ein Slate-System kann über ein Upgrade zu einem Granite werden. Das hybride HD/SD/Analog-System Slate nutzt das gleiche Mischerpanel sowie die Fluent Applikation.

In seinem 3-HE-Chassis bietet der Granite elf HD/SD-SDI-Videoeingänge an (erweiterbar auf 22). Außerdem werden über den Server bis zu 14 weitere Eingänge über seine PCI-Express-Verbindung inklusive Clip-Kanal, zwei Animationskanälen und vier Grafikkanälen (alle mit Key) angeboten. Jeder der SDI-Eingänge erkennt automatisch, welches Format (synchron oder asynchron) anliegt.

Der Granite bietet acht Ausgänge, davon sechs HD-SDI und zwei DVI. Bis zu sechs Keyer mit DVE-Bild-in-Bild-Funktion liefern eine besonders für Live-Produktionen notwendige Minimal-Latenz von nur 33 ms – inklusive aller Operationen. Die Latenz bleibt die gleiche, egal, wie viele Animationen, Bauchbinden oder DVEs eingebunden werden.

Der separate 2-HE-Granite-Server beherbergt einen Intel-Quad-Prozessor und bis zu 2 TByte Speicher in einem RAID-10-Aufbau. Der Server bietet – neben der Aktivierung von anspruchsvollen Grafiken, Schriften und Animationen – optional auch die Steuerung des Studioequipments, etwa Audiomischer, Kameras, Streaming-Applikationen (ViewCast) oder Video-Server (Harris, Omneon).

Das Granite-System startet bei 20.000 Euro und kostet damit laut MCI nur einen Bruchteil dessen, was für eine diskret aufgesetzte Lösung bestehend aus Videomischer, Multiviewer, Video Server und Grafik System eingeplant werden muss.

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