NAB 2010: Interview mit AVID Technology

Im Frühling sprießen auf der Musikmesse und der NAB Show die Innovationen für die Audio-, Film- und Video-Branche. Das breite Produktportfolio von Avid bietet zahlreiche Neuheiten. Allen voran präsentierte man die neue Riege seiner Produkte Avid Media Composer, Symphony und NewsCutter.

Die DP sprach mit Michael Dalock-Schmidt, Marketing Manager Avid, Nothern & Central Europe, über Roadshows, aktuelle Herausforderungen und neue technologische Wege in der DCC-Branche.

DP: Die Musikmesse Frankfurt fand letzten Monat statt, mit welchen Highlights konnte AVID, im Besonderen Digidesign, dieses Jahr aufwarten? Auf welche Produkte gab es starke Kundenresonanz?

Michael Dalock-Schmidt: AVID war in diesem Jahr mit seinem Live Sound Produktportfolio der VENUE Familie auf der ProLight & Sound, die parallel zur MusikMesse stattfindet vertreten. Mit unseren VENUE-Produkten erreichen wir eine zusätzliche Kundengruppe. Mit dem AVID-Produktportfolio erreichen wir ja prinzipiell eine enorme Bandbreite an Kreativen -vom Hobby-Musiker, professionellen Musiker, Produzenten, FOH, Toningenieur in der Post, bei Broadcastern und, und. Da sprechen wir nur vom Audio-Bereich. In diesem Jahr haben wir uns allerdings bei unserem eigenen Stand auf Live Sound beschränkt. Weitere Produkte, wie unser Pro Tools Instrument Expansion Pack, gab es auf zahlreichen Partnerständen zu sehen. Viele Aussteller – gerade im Softwaresektor – bleiben in letzter Zeit den traditionellen Messekonzepten fern. Warum ist es für AVID immer noch entscheidend mit einem Stand Flagge zu zeigen?

Tatsächlich stehen auch bei uns Messen immer wieder auf dem Prüfstand. Auch wir halten nichts von dem Motto „Das war schon immer so“. Weit davon entfernt. Wir sehen uns die Märkte genau an und bemühen uns entsprechend den Kundenwünschen zu agieren. Manchmal ist eine Messe die richtige Maßnahme für den Markt, manchmal Social-Media-Plattformen, manchmal eine Roadshow.

DP: Wie wichtig ist es heute, auch mit eigenen Roadshows und Konzepten direkt an die Community heranzutreten, so wie es Avid bereits mit seiner „Creation Tour“ Anfang des Jahres in die Tat umgesetzt hat?

Michael Dalock-Schmidt: Die „Avid Creation Tour“ war ein echter Kick. Es war sehr anstrengend, sehr aufwendig, aber hat auch dem ganzen Team Spaß gemacht. Ausschlaggebend war letztendlich der Erfolg der Tour. Bei unserem Event in Berlin stand beim Öffnen der Türen tatsächlich eine 100 Meter lange Menschenschlange an. Wir haben Beweise! Zur Frage: sehr wichtig! Auf dieser Tour konnten wir die volle Power Avids demonstrieren. Wir hatten echte Stars der Branche auf unserer Bühne. Die Veranstaltungen gingen von 17 bis 23 Uhr und bei jeder unserer Veranstaltungen hatten wir Gäste dabei, die gar nicht mehr gehen wollten. Ein wichtiger Aspekt der Tour war auch der Community-Treff.

DP: Im Frühling definiert auch die NAB die neuesten Equipment-Trends im Postproduktionsbereich. Welche Impulse sendete Avid bei diesem jährlichen Branchen-Fixstern aus?

Michael Dalock-Schmidt: Die NAB ist und bleibt eine Pflichtveranstaltung. Interessant sind die neuen Versionen unserer Video-Editing-Produkte Avid Media Composer, Symphony und NewsCutter. Hier werden Kamera¬formate weiter besser integriert. Aber auch für Broadcast-Workflows gibt es zahlreiche Neuerungen, die unsere Kunden begeistern werden, weil sie ihre Arbeit erleichtern, sie effizienter und ertragreicher machen.

DP: Allen voran ist die Media-Composer-Version 5 ein Highlight, die auch eine überarbeitete Variante des AMA-Tools enthält. Wie wirkt sich dies auf den Editing-Workflow aus?

Michael Dalock-Schmidt: Mit dem Avid Media Access lassen sich jetzt viele Formate nativ bearbeiten. Jedes Medienformat, das sich zum Beispiel im QuickTime Player abspielen lässt, können Kunden nun editieren. Das schließt Dateien im Apple ProRes-Codec und .MOV-Files, die von DSLR-Kameras wie der Canon 5D erstellt werden, mit ein. Zusätzlich gibt es nun etwa direkten Zugriff auf .R3D-Footage mit vollem Metadata-Schutz. Außerdem supporten Media Composer-, NewsCutter- und Symphony-Systeme jetzt das beliebte AVCHD-Format und noch viele andere Neuzugänge.

DP: Auch die einzelnen Produktionsstandbeine von Avid wachsen sukzessive zusammen, insbesondere verbessert sich beim Media Composer die Integration von Audio.

Michael Dalock-Schmidt: Ja, Avid Media Composer, NewsCutter und Symphony bieten jetzt mit der Unterstützung von RTAS-Audio Plug-ins die Möglichkeit, hunderte von Real-Time-Effekten zu nutzen, was die Bearbeitung des Audio-Tracks im Video-Editing-System komfortabler macht. Außerdem werden die Stereo-Timelines nun als ein einzelner Kanal behandelt, was die Nutzung der verfügbaren Timelines effizienter macht.

DP: Neben den Herausforderungen in Sachen Interoperabilität muss die Film- und Video-Branche mit vielen neuen umgehen, wie etwa stereoskopische Editing-Workflows. Punkte, die Avid durch seine Branchennähe in den vergangenen Jahren erfolgreich angegangen ist und weiter forcieren wird, oder?

Michael Dalock-Schmidt: Ich hätte es nicht besser sagen können. Genau das ist es, was Avid ausmacht. Kundennähe und ein offenes Ohr für die Anforderungen, die der Markt an unsere Kunden stellt. Stereoskopie ist nur einer von vielen Bereichen. Die Offenheit unserer Systeme wird immer weiter ausgebaut, um zunehmend flexiblere Lösungen und Workflows anzubieten.

DP: Produktionshäuser müssen heutzutage mit immer knapperen Budgets hantieren, wie reagiert Avid im Video-Sektor auf seine flexible und scheinbar günstigere Software-Konkurrenz? Welche Argumente gibt es heutzutage für ein gestandenes Avid-NLE-System?

Michael Dalock-Schmidt: Wer behauptet, dass andere Lösungen günstiger wären? Betrachtet man, was man so schön „Total Cost of Ownership“ nennt, behaupte ich, dass wir nicht teurer sind als andere Hersteller. Was unsere Kunden erhalten, sind Lösungen und nicht einfach nur Boxes.

Mit Avid-Lösungen sparen unsere Kunden Zeit, haben hohe Ausfallsicherheit, setzen auf produktionserprobte Systeme, investieren zukunftssicher und arbeiten mit dem Hersteller, der ausschließlich für die Content-Creation-Branche lebt.

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