Kobold präsentiert Kinect-Plug-in für C4D

Kobold Characteranimation hat auf der Siggraph sein neues Plug-in "Aufnahmezone" vorgestellt. Damit lässt sich Microsofts Kinect als Motion-Capture-System in Cinema 4D verwenden.

Kinect ist ein sehr zugängliches Motion-Capture-System, das im Gegensatz zu professionellen Kamerasystemen günstig, also für wenige hundert Euro, zu haben ist.

Qualität hat natürlich ihren Preis, und so muss man bei Kinect-Aufnahmen mit einer Nachbearbeitung leben. Im neuen Kobold-Plug-in sind Nachbearbeitungsmöglichkeiten der Kinectaufnahmen mit eingebaut. Eine Laufszene, in der die Arme durch den Körper gehen, kann im Nachhinein über Forward Kinematik korrigiert werden. Man kann auch die aufgenommenen Kinectdaten für jeden Körperteil regulieren oder ganz ausschalten. Das ist wichtig, wenn sich zum Beispiel ein Körperteil außerhalb des Aufnahmebereichs befand.

Features wie Winkeleinstellung der Kinectkamera (definiert den Aufnahmebereich), seated mode (Aufnahme im Sitzen), Zeit der Aufnahme und Smoothing-Parameter (entfernt das Zittern der Aufnahme) sind ebenfalls Bestandteile des Plug-ins.

Kobold Charakteranimation entwickelt Plug-ins, sogenannte „Zonen“ für Cinema 4D rund um das Thema Figurendesign und -animation. Die Plug-ins laufen nativ in C4D. Momentan kann man in der „Designzone“ mit über 600 Morphs Figuren entwerfen. In der „Animationszone“ kann man diese Figuren (oder Standardfigur „Victoria 3“ von DAZ) gleich über Inverse und Forward Kinematik animieren. Über die „Aufnahmezone“ nimmt man eigene Bewegungen auf und überträgt diese auf die Figuren. Wie das genau funktioniert, kann man hier im Artikel aus der Ausgabe 03/2013 nachlesen, der zum Download zur Verfügung steht. Aktuell arbeitet Kobold an der Aufnahme und Übertragung von Gesichtsausdrücken.

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