Dissonance

Dissonance von Till Nowak- Der beste Kurzfilm, den wir dieses Jahr gesehen haben! Diese fünfzehn Minuten durchbrechen die üblichen Grenzen von Live Action und Animation.

Die Grundidee von Dissonance ist Live Action und Animation, in größerem Ausmaß als bisher bekannt, miteinander zu vermischen. Zu Beginn des Films gibt es vor allem 3D-Animationsszenen mit Full-CG-Environments, dem Lemur-Charakter und einer Kugelstadt. Diese beispielsweise baute Till Nowak aus 15 Gebäuden mit Camera Mapping anhand von Fotografien auf. Dabei handelt es sich um reale Gebäude aus Städten wie Dresden, Seoul oder Sydney.

Im Verlauf des Films wird der animierte Anteil geringer, zugunsten der Live-Action. Dafür benötigte das Team von Dissonance insgesamt zehn Drehtage in verschiedenen Städten. Dies hat zur Folge, dass während dem Großteil des Films ein überdimensionierter CG-Kopf, mit wallendem Haar, auf einem menschlichen Körper sitzt. Dafür musste Till Nowak den CG-Kopf Frame für Frame auf den real gedrehten Körper tracken. Insgesamt haben 50 Leute an Dissoncance mitgearbeitet. 3D-Tool des Vertrauens war 3ds Max. Selbst die Haare erstellte er mit dem Hair & Fur Tool der Software.

Hintergrundinformationen

Die erste konzeptionelle Arbeit an Dissonance begann bereits 2007. Zehn Jahre später ist der gesamte Film online und hat seitdem unzählige Preise, wie beispielsweise einen animago AWARD in der Kategorie „Bester Kurzfilm“, abgeräumt. Der Film vermischt und springt zwischen einer animierten Fantasiewelt und der realen Welt. Der Plot für den surrealen Teil sollte ein tatsächlich existierendes Phänomen sein. Hintergrund der Story ist also ein Musiker, der an einer Psychose erkrankt ist. Der Animationsteil ist also Sinnbild der Krankheit. Ein bewusst gewähltes filmisches Stilmittel ist der Unterwasserlook der Haare, der das Gefühl des Träumens in der Psychose des Pianisten symbolisiert.

Wir haben letztes Jahr mit Till Nowak gesprochen. Das komplette Interview können Sie hier downloaden. Viel Freude beim Lesen! Mehr über Till Nowak und seine Arbeit erfahren Sie auf seiner Homepage.

Weiterleitung: Interview mit Till Nowak

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