Havit HV-KB395L Tastatur im Kurztest

Wie interagieren wir meistens mit dem Rechner? Wer nicht bequem am großen Grading Panel sitzt, verbringt den Tag mit den Pfoten an der Tastatur – und entgegen den Erwartungen tut sich hier in letzter Zeit viel. Wir stellen deswegen eine etwas unbekannte Tastatur vor, die jeder Artist trotzdem anschauen sollte. Denn wenn man besser arbeiten will, fängt man am besten mit dem Teil an, mit dem man am meisten interagiert.

Zuerst das Prozedere: Es geht bei einer Tastatur – abgesehen vom Formfaktor und der Abschaltbarkeit der RGB-Beleuchtung – hauptsächlich um drei Parameter: Tasten, Software und Preis-Leistung. Die Referenz, mit der sich jede andere Tastatur messen sollte, ist der 2016er-Gewinner – die K750 Solar-Membran-Flunder von Logitech. Doch nach vier Jahren Einsatz haben wir uns umorientiert und sind die Route zu den mechanischen Tastaturen gegangen. Hier haben wir getestet: Logitech G610, Razer, Cougar, eine Handvoll China-Tastaturen – sowohl TKL als auch normal – eine Ducky und viele mehr. Nach diesen Tests haben wir einen Sieger gekürt: die Havit HV-KB395L.

Sexappeal von Havit

Der Newcomer Havit schickt sich an, das mechanische Feeling auch für Schnellschreiber ohne Riesentisch verfügbar zu machen – mit dem Havit Low-Profile-Keyboard KB395L mit blauen Kailh-Tasten hat man eine flache Tastatur und trotzdem Feeling, ohne den Kollegen zu sehr auf die Nerven zu gehen. Wie stark die Lärmbelästigung ist, können Sie gerne bei den Kollegen in der DP-Redaktion erfragen, denn dieser Artikel und die meisten der Ausgabe wurden auf der Tastatur geschrieben. Die solide Aluminiumplatte als Fundament hat keinen Rand – wer also die Tastatur reinigen will, braucht dafür lediglich ein bisschen Druckluft und bekommt alle Krümel und Fussel raus.
Die Tasten sind einzeln abnehmbar (wie bei allen mechanischen Tastaturen) und halten auch eine Runde in der Spülmaschine aus (getestet) – wer also gern ein saftiges Sandwich am Arbeitsplatz verzehrt, ist hier gut aufgehoben. Und außerdem ist der Platzverbrauch so minimal, wie es in einer Tastatur voller Größe überhaupt möglich ist. Warum das Vorteile sind, müssen wir nun nicht weiter erläutern.

Minimale Tastenhöhe: über einen halben Zentimeter niedriger als die üblichen Keycaps. Somit entfällt die Distanz zwischen den Tasten und viel Wegstrecke. Auch ohne Handballenauflage kommt man bequem an alle Punkte der Tastatur.
Minimale Tastenhöhe: über einen halben Zentimeter niedriger als die üblichen Keycaps. Somit entfällt die Distanz zwischen den Tasten und viel Wegstrecke. Auch ohne Handballenauflage kommt man bequem an alle Punkte der Tastatur.

Software & RGB

Wie jeder Hersteller legt Havit eine kostenlose Software bei. Diese kann das übliche: Makros, Leuchtschemas und die Empfindlichkeit der Tasten steuern, und erfüllt damit ihren Zweck. Wer komplexe Makros wünscht, dem empfehlen wir allerdings Autohotkey.
Die RGB-Beleuchtung kennt die üblichen Muster, aber auch – ohne Software – eigene Einstellungen, und zwar fünf Stück. So kann man mit 8 Farben Shortcuts markieren, wenn man oft zwischen verschiedenen Tools und Suiten und wechselt – die Presets werden in der Tastatur gespeichert und sind am nächsten Rechner genauso verfügbar.

Besonderheit sind diese Switches: Statt Cherry MX verbaut Havit die Kailh PG135O, also blaue Switches mit dediziertem Druckpunkt und einem Klick-Geräusch. Dazu kommt das übliche Anti-Ghosting mit N-Key Rollover für 1O4 Tasten sowie RGB auf allen Tasten und einer minimalen Höhe der Mechanik, ohne Feeling und Langlebigkeit zu beeinträchtigen.
Besonderheit sind diese Switches: Statt Cherry MX verbaut Havit die Kailh PG135O, also blaue Switches mit dediziertem Druckpunkt und einem Klick-Geräusch. Dazu kommt das übliche Anti-Ghosting mit N-Key Rollover für 1O4 Tasten sowie RGB auf allen Tasten und einer minimalen Höhe der Mechanik, ohne Feeling und Langlebigkeit zu beeinträchtigen.

Fazit

Die Besonderheit ist die Höhe, ohne jedoch auf Stabilität und Feeling zu verzichten – und das in einer Größenordnung, die man normalerweise aus der Membranwelt kennt, ohne Schnickschnack und ohne störende Features (für Linkshänder sind Sondertasten immer exzellent platziert). Aber offensichtlich ging einiges an Hirnschmalz an die Alltagstauglichkeit, vom Reinigen über den Platzverbrauch über das Modeling der Keycaps. Wer also kein Surfbrett–Keyboard haben will und mit Autohotkey und Konsorten seine Makros steuert, ist hier an der richtigen Adresse – und das für 80 Euro. Spezifikationen und mehr zu den Tasten hier.

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